Fahrt nach Dannenfels

Vom 21. bis 24.Oktober 2011 reiste unser Shantychor, verstärkt durch weitere Mitglieder der Marinekameradschaft Wilhelmshaven, auf Einladung des örtlichen Musikvereins nach Dannenfels. Der interessierte Leser wird sich fragen, wo liegt denn Dannenfels und was haben wir mit dem dortigen Musikverein zu tun ? Also: Dannenfels liegt ca. 600 km von Wilhelmshaven entfernt in der Pfalz, nahe der Städte Mainz, Mannheim, Worms und Kaiserslautern. Seit vielen Jahren verbindet eine gelebte Freundschaft den örtlichen Musikverein mit der Marinekameradschaft Wilhelmshaven.

Zur Teilnahme an den Feierlichkeiten des 40-jährigen Bestehens des Musikvereins Dannenfels traten am frühen Morgen des 21.Oktober 2011 die ca. 50 Mitreisenden von Wilhelmshaven aus per Bus die lange Reise an. In Vechta gab es den ersten Zwischenstopp. Ein reichhaltiges Frühstück stärkte die Busbesatzung und machte uns für die Weiterfahrt fit. Gegen Mittag gab es auf einem Rastplatz heiße Würstchen auf Toast, die von unserem Shantyman Heinz-Günther Suhren in der Küche des Busses zubereitet wurden. Die schon recht gute Stimmung der Passagiere konnte auf der Weiterfahrt durch Reichung geistiger Getränke noch gesteigert werden.

Gegen 16:00 Uhr erreichten wir unser exzellentes Hotel „Bastenhaus“ in der Nähe von Dannenfels. Nach dem Einchecken und Frischmachen ging es dann uniformiert im DMB-Anzug zum Festkommers des Musikvereins sowie des gemischten Chores. Hier konnten wir die Qualitäten der Musiker genießen. Tolle Musikstücke sowie fetzige Marsch- und Polka-Melodien zeigten das hohe Können des Musikvereins sowie des Chores. Die vielen runden Ehrungen (10-, 20-, 30- bzw. 40-jährige Zugehörigkeiten) bewiesen, dass viele der Musiker bereits jahrzehntelang dem schönen Hobby frönten, dass ganze Familien mit Eltern und Kindern Mitglieder der Vereine sind und dass die ca. 900 Einwohner von Dannenfels eine lebendige Gemeinschaft pflegen. Mit vielen neuen und schönen Eindrücken konnte anschließend der erste Tag in der hoteleigenen Bar abgeschlossen werden.

Nach dem Genuss des reichhaltigen Frühstückbuffets am Samstag fuhren wir in die ca. 10 km entfernte Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden. Hier erfuhren wir etwas über die ca. 1300 Jahre alte Geschichte der Stadt, die heute aus 8000 Einwohnern besteht. Die mittelalterlichen und barocken Gebäude, die Stadtmauer mit dem grauen Turm, das Hochzeitszimmer, der Apothekerturm, die ehemalige Orangerie, das Schloss und nicht zuletzt die Paulskirche, in der im Jahre 1778 Mozart auf der Orgel spielte, prägen das Bild dieser rheinland-pfälzischen Kleinstadt. Anschließend ging es mit dem Bus weiter auf den Donnersberg, das mit 687 m höchste Bergmassiv der Pfalz. Auf dem ca. einstündigen Spaziergang zum höchsten Punkt des Berges genossen wir Fauna und Flora und die Frisches des Waldes.

Der Samstagabend wurde im ersten Abschnitt durch den Musikverein Dannenfels und im zweiten Abschnitt durch unseren Shantychor gestaltet. War schon der erste Teil ein Genuss für unsere Augen und Ohren, so krönte der Auftritt des Shantychores die Feierlichkeiten zum 40-jährigen Bestehen des Musikvereins Dannenfels. Romantische Shantys, stimmungsvolle maritime Melodien mit Schunkel- und Mitsing-Begeisterung wurden gekrönt durch unser Lied „Sierra Madre“, bei welchem – im wahrsten Sinne des Wortes – der Saal tobte. Nur nach dem Singen mehrerer Zugaben konnten unsere Shantymen die Bühne – unter dem raumfüllenden Beifall der Gäste – verlassen. Ohne überheblich zu klingen möchte ich sagen: In Dannenfels haben wir einen sehr positiven bleibenden Eindruck hinterlassen. Dies bestätigte uns auch der Leiter des Musikvereins, Alexander Könen, der sagte, dass unser Auftritt der Höhepunkt des Jahres 2011 in Dannenfels war.

Der Sonntag war gekennzeichnet durch eine romantische Fahrt entlang der Deutschen Weinstraße mit Ziel Hambacher Schloss, ca. 60 km von Dannenfels entfernt. Dort angekommen zeigte uns der mit einem sehr umfangreichen Wissen ausgestattete Schlossführer das äußere und innere des Bauwerks und erläuterte uns die wechselvolle Geschichte des Schlosses, welches aufgrund des 1832 durchgeführten Hambacher Festes noch heute als Symbol der deutschen Demokratiebewegung gilt. Nach Dannenfels zurückgekehrt, genossen wir den Abend mit einem schönen Essen und einer Probe mit Weinen der Region.

Montagmorgen erfreuten wir uns leider letztmalig am reichhaltigen Frühstücksbuffet im Hotel Bastenhaus, bevor dann – nach dem Verstauen von Ausrüstung und Koffern – die Heimfahrt angetreten werden konnte. Diese nutzten viele der Mitreisenden für eine wohltuende Erholungsphase. Nach einer Stärkung – wiederum mit Würstchen auf Toast – erreichten wir in den frühen Abendstunden unsere Heimatstadt. Eine schöne und interessante Fahrt mit bleibenden Erinnerungen ging zu Ende.

Text und Fotos: Joachim Frerichs

Übergabe Modell Zerstörer Bayern

 

Unter der Bezeichnung „zerstörer-bayern-oldies“ (eigene HP) haben sich 174 Bordangehörige aus der Zeit 1965 (Indienststellung) bis 1970 (Werftliegezeit in Hamburg) zusammengefunden. In Wilhelmshaven wurden die ersten Treffen dieser Gruppe gefeiert. Als Unterkunft diente die ARCONA.

Lutz Bürgel hat das Modell „Zerstörer BAYERN“ nach Bildern angefertigt und suchte nach einer angemessenen „Bleibe“ für das Modell. Das ist nun mit der Übergabe an die MK Wilhelmshaven v. 1894 e.V am 18.11.2011 erfolgt.

Auf dem Bild von links Jogy Tschöpe, Lutz Unger, Lutz Bürgel (der Modellbauer), Gerd Leder, Günter Bossen, Rüdiger Bernoteit , Wolfgang Pöstges, Uwe Strecker und Bernd Jäger.

Rüdiger Bernoteit

Monatsversammlung mit Grünkohlessen

Die Monatsversammlung November verlief nicht nach dem sonst üblichen Muster sondern ähnelte eher einem Kameradschaftsabend. Erfreulich war die gute Beteiligung mit über 70 Gästen an einem spontan angesetzten Grünkohlessen am 18.11.2011 auf der ARCONA.

Schon bald nach der Begrüßung gingen wir zum Grünkohlessen über. Unser Heimleiter Thorsten hatte am Vortage alle Vorbereitungen getroffen und gekocht. Der Appetit war groß., alles schmeckte sehr lecker, „Mann und Frau“ waren sehr zufrieden, wie man von verschiedensten Gästen erfreulicherweise vernehmen konnte. Der berechtigte Applaus gehörte Thorsten, unserem Heimleiter. Ihm gehört ein uneingeschränktes Dankeschön.

Danken möchte ich selbstverständlich auch mehreren Damen, die in der Kombüse und hinter dem Büffet standen sowie mehreren Männern, die am Vortage geholfen hatten und hinter dem Tresen alle bestens bedienten. Vielen Dank für Euren Einsatz.

Mit von der Party waren 9 Gäste der Bordgemeinschaft „Zerstörer Bayern Oldies“, die schon des Öfteren an Bord der ARCONA weilten. Lutz Bürgel, Mitglied der „Zerstörer-Bayern-Oldies“ wartete mit einer Überraschung auf.
Unter dem Motto:

„Z-Bayern läuft in Wilhelmshaven ein“

übergab er der Marinekameradschaft Wilhelmshaven als Dauerleihgabe je ein Modell des Zerstörers BAYERN und des Leichten Kreuzers EMDEN. Beide Schiffe fanden einen würdigen Platz auf der ARCONA. Z-BAYERN in unserer guten Stube, der Bayernmesse,
EMDEN im Werner-Brune-Deck, unserem großen Versammlungsraum.

Wir danken dem Kameraden Lutz Bürgel aus Bremen für seine Dauerleihgabe.